Steintalkapelle:
Im Steintal, an der Stelle einer früheren Mariensäule, 1739-42 erbaut. Geschichte: Durch Amand v. Buseck 1742 geweiht. 1751 Orgelwerk, Kanzel. 1766 Hochaltar (von Faulstig gearbeitet) neu gefaßt. 1775 Nebenaltäre. 1815 Fonds von Steintal, über 7000 Gulden, mit dem der Stadtkirche zusammengelegt. 1843 renoviert.
Beschreibung: Einfacher Bau, dreiseitig geschlossen. Chor durch eingezogene Chorbogenmauer abgetrennt, Langhaus 2 Fensterachsen. Flachdecken. Dachreiter neu. Hölzerne offene Vorhalle. Hochaltar, von J. J Faulstig, einem Hammelburger, Aufbau mit Pilastern, darüber Aufsatz mit Putten, die Baldachin halten. Seitenfiguren: St. Joachim und St. Anna. Altarblatt: Anbetung der Hirten von dem Fuldaer Emanuel Wohlhaupter, 1746, der auch das Rote Schloß ausgemalt hat.
Linker Seitenaltar. Klassizistisch von 1775. Mittelnische mit Pilastern, von Zopfvoluten eingefaßt, darüber Urnen. Mittelfigur St. Wendelin. Gute Arbeit.
Rechter Seitenaltar: Aufbau ähnlich dem linken Altarblatt mit Jesukind aus der Spitalkirche Schweinfurt (wo es nicht nach Gebühr verehrt worden sei), aufgestellt 1716. Die Steintalkapelle ist wegen des Faulstig-Hochaltars und des Wohlhaupter-Bildes sehenswert.