Heckenwirtschaft
Seit sachzehunnertundzeah
Lehnt's Hausla dort an der Höah,
Guet steaht'n sei roata Kappn,
Wo der Schwalbli ihr Nastr pappn.
Die Mauern senn elt und verwittert.
Die Kallerluck'n vergittert,
Mit Moust senn betröpflt die Stuf'n,
Im Houf rüm streahn Fassr und Kufn
Ganz schief im Scharnierla
Hengt am Eingang es Türla.
A Hüahla gatzt
Und dos Türla knarzt
Dos it garantiert
Dreihunnert Johr nix mähr g'schmiert.
Im Harbst, wenn die Nabl sinka,
Vom Türla die Wäidl winka
Der Hackr hat nix versäumt,
Hat sei Stuawe, sei gröaßte, geräumt.
Aa sei Fraa hat die Ärwet nit g'scheut,
Hat'n Boude mit Meesand g'streut,
Und die Tisch und die Bänk hat sa g'schrubbt,
Hat die Kinner nei's Kammerla g'schubbt,
Es Fräla, des alt,
Dos söll sa behalt,
Söll acht auf sa gab —
Es Fräla it taab
Es hilft'n kee Brumma,
Weil die Cäst scho kumma.
Der Häckr verwetzt si die Souhla,
Ar hat die Bartl zu houla
Und hat aa die Gläiser zu füll'n. —
Mit Schmatza und Zuzzln und Züll'n
Wird dann der heurige Moust,
Dr Fadrweiße, verkoust.
Die Bartl, die senn bal geläärt,
Die Nachbern, dia hämm si beschwäärt
Die Gäst' hömm sou garschti g'sunga,
Durch Mark und Bee is gedrunga.
As Fräla it aufg'schreckt worn
Mitsamt seiner taabe Ohrn —
Es kriagt — daß s'n Schnabl helt —
A Hafela Moust noug'stellt.
Der Moust hat gebitzlt
Und mancher wörd g'stützlt
Beim Hemmgeahn in dara Nocht. —
Der Hackr hat nix geklogt!
Zufriedn mit Gott und dr Walt
Zäihlt'r sei Gald . . .
(Verfasser)