Nachtrag zu :
Weinorte und Weinlagen
HUNDS FELD
Auch in Hundsfeld trieb man Weinbau, besonders am Südhang des Fronberges. In allen Lagerbüchern wird eine große Fläche in verschiedenen Flurlagen als Weinberge beschrieben. Der erste urkundl. Nachweis über den Weinbau im Bachgrund stammt vom nahen Bonnland aus dem Jahre 1173. 1676 waren es noch 27 Morgen (22 mittel, 5 bös), 1789/90 nur noch wenige Weinberge von geringer Güte.
Vom Wein wurde hier auch der Zehnt erhoben, vom verzapften Weine gab der Wirt außerdem das Ohmgeld. Die Heckenwirtschaften waren vom Ohmgeld befreit.
An den drei höchsten Feiertagen des Kirchenjahres hatte der Ortspfarrer jeweils 3 Tage lang das Recht „eines freien Weinausschanks mit ausgestecktem Zeichen; mag ein Jeder zu ihm kommen ohne Weigerung!"
Seit Mitte des 19. Jahrhunderts hat der Ortspfarrer von dem Recht, Bannwein zu verzapfen, keinen Gebrauch mehr gemacht, „weil die Bauern die Stube voll spuckten und das Bezahlen vergaßen." So steht im alten Kir-chenbuch.
Wie in vielen Gemeinden ging auch hier der Weinbau immer mehr zurück. Bei Auflösung des Dorfes 1936 war 1 Morgen Weinberg vorhanden.
Nach Schmitt