Der „Hennestein" in Elfershausen
Elfershausen und seine Umgebung sind reich an Flurdenkmälern. Insgesamt finden sich hier 23 Bildstöcke, das älteste aus dem Jahre 1584. Einige von ihnen tragen entweder im Schaft oder gleich unterhalb des Kapitells Wappen bekannter fränkischer Adelsgeschlechter. So steht auf der alten Saalebrücke in der Flur Tuchrasen - Unterm Tor - eine Vierkantsäule mit einem Häuschenkapitell, das im Eselsrücken endet und das Kreuzigungsrelief in der Frontseite zeigt. Unterhalb desselben erkennt man das Wappen des Fürstbischofs Friedrich von Wirsberg. Auf derselben Brücke befindete sich das Standbild des Brückenheiligen, das in seinem Sockel das Wappen derer von Untererthal mit einer Adelskrone aufweist. Unweit des Gästehauses steht an der Straßenabzweigung nach Aura der im Volksmund bekannte sogenannte „Hennestein". Die Flur hat denselben Namen.
Im oberen Teil der Rundsaule, unterhalb des Kapitells mit dem walmför-migen Helmdach, erkennt man bei genauerer Betrachtung ein Wappen mit einer Henne, die auf einem dreihügeligen Berge steht. Diese Darstellung verwenden die Henneberger in ihrem Wappen. Über den Ursprung des gräflichen Hauses von Henneberg schreibt Bechstein: um das Jahr 455 n Chr. habe ein edler Römer aus dem Geschlechte der Columneser, Poppo mit Namen, Italien verlassen und sei nach Franken gezogen. Hier habe er auf einem Berge einen Platz zur Errichtung einer Burg aufräumen lassen. Als bei dieser Gelegenheit eine Berghenne aufgeflogen sei, habe er das Schloß Henneberg genannt. Auch sein Familienwappen, eine weiße Säule mit einer goldenen Krone im roten Felde, beschloß er aufzugeben und dafür eine eine schwarze Henne auf einem dreihügligen Berge als Famihenwappen anzunehmen.
Der Hennestein stammt aus dem Jahre 1621.