In Langendorfs Flur stehen viele Bildstöcke
Innerhalb der Gemeinde, vor allem verstreut in den weiten Fluren, stehen insgesamt 21 Bildnisse, gestiftet in den Jahren zwischen 1611 und 1912.
An der Abzweigung des Westheimer Weges von der Staatsstraße haben die beiden Gemeinden Fuchsstadt und Langendorf in der Flur Schinderspfad ein Kreuz gestiftet mit folgendender Inschrift: »Gott und seinen Heiligen zu Ehren ist dieses Marterbild von beiden Gemeinden Langendorf und Fuchsstadt anhero gestiftet worden. Johannes Koch, derzeit Schultheiß zu Langendorf, Adam Lell, Schultheiß zu Fuchssadt. 1739." An der gleichen Straße stand früher noch ein anderes Bildnis: Christus am Kreuz mit Assistenzfiguren in einer Umrahmung von Akanthus mit Früchten. Seitlich war es von Figuren des St. Vitus und der St. Katharina geschmückt, die Rückseite wies das Relief Mariä Himmelfahrt auf. Von derselben Art steht heute am Fuchsstädter Weg unter einem Kastanienbaum noch eine Rundsäule und trägt die Inschrift: Hans Röter, Adam Röter und Dorothea Röterin. 1688. Eine andere Rundsäule erhebt sich am Westheimer Weg. Sie zeigt ein Doppelrelief mit Voluten, in der Frontseite das Pieta-Bildnis, auf der Rückseite den hl. Sebastianus. Von der Inschrift läßt sich nur entziffern: „H. Sebastianus bitt für uns." Und es sei auch die Säule am Fuße der Weinberge und die Pfeilersäule am Heinersberg nicht vergessen. Überladen mit figuralem Schmuck ist die Säule in der Flur „Außen am Bach", unterhalb der Weinberge.
Älteren Datums ist der Pfeilerbildstock am Heinersberg, aus dem Jahre 1611. Vor 50 Jahren hatte er seinen Standort näher an der Ortschaft. Er mußte einem Flurkreuz weichen, das Georg Vierheilig im Jahre 1912 gestiftet hat. Der besagte Bildstock hat ein im Eselsrückenbogen endigendes Kapitellhäuschen mit vier Flachnischen, in denen die Darstellungen noch recht gut erhalten sind. Unterhalb des Frontreliefs erkennt man am Pfeiler das Wappen des Fürstbischofs Julius Echter. Rund um das Kapitellhäuschen zieht sich ein Inschriftenband: Roth, Schuldes zu Langendorf, 1611, Georg, Manger, Wirt, Hans Wollf, der jüngeer, Langendorf, beide Gerichtspersonen.
Bilder: Stöckner/Main-Post